Wer das Glück hat, in seiner Nähe ein Moor oder ein intaktes Feuchtgebiet zu haben, den erwartet im Frühjahr ein ganz besonderes Naturschauspiel.

Mit wachen Augen und Ohren kann es dann gelingen, den seltenen Moorfrosch zu entdecken. Die blaue Färbung zeigen die Männchen nur wenige Tage im Jahr, um die Weibchen während der Paarungszeit zu beeindrucken.

Aber Vorsicht: Wer bei der Suche dem landläufigen Quaken von Fröschen folgt, landet mitunter am falschen Ort. Moorfrösche erinnern mit ihren Rufen eher an das Blubbern einer im Wasser abtauchenden Flasche.

Mit einer Größe von bis zu 7 Zentimeter gehören sie zu unseren kleineren Froscharten. Neben Vorkommen im westlichen Mitteleuropa (Niederlande, Deutschland) reicht ihr Verbreitungsgebiet über Osteuropa bis weit nach Sibirien. In Deutschland findet man den Moorfrosch vor allem im Norden und Osten. In Mittel-, West- und Süddeutschland ist er mittlerweile stark bedroht. Das liegt auch an ihrem bevorzugten, nassen Lebensräumen: Vor allem in Zwischen- und Niedermooren, in Bruchwäldern, sumpfigem Grünland, Nasswiesen sowie die Auenlandschaften größerer Flüsse fühlen sich Moorfrösche wohl. Europaweit stehen Moorfrösche unter dem Schutz der FFH-Richtlinie, in Deutschland sind sie nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt.

Für unseren Fotowettbewerb freuen wir uns auf Motive mit Moorfröschen und auch anderen, moortypischen Tieren und Pflanzen.
Machen Sie mit – wir freuen uns auf ungewöhnliche Blicke ins Moor!